Geräte-Besprechung - Fliegenrollen:
GUIDELINE reelMaster LA 68 Seatrout
Zur Ergänzung der beliebten und preisgünstigen Reelmaster-Serie mit einer schmucken LA-Ausführung kann man Guideline wirklich nur beglückwünschen, ganz besonders, wenn sie so gut umgesetzt wurde wie die neue Reelmaster LA
Großkern-Spule, ein topmodernes Design, ein geschlossener Rollenrahmen, die gute Verarbeitung, eine starke Bremse und ein niedriger Preis - das sind die Highlights dieser Fliegenrollen.

Verfügbare Modelle 
(Stand 05/2009):

46 - Trout - (# 4-6)
68 - Seatrout - (# 6-8)
911 - Salmon - (# 9-11)

Unser Testmodell war eine Reelmaster LA 68 Seatrout, also das mittlere Modell der Serie - mit vorzüglicher Eignung für Küste & Meerforelle - wie der Namenszusatz ja schon andeutet.
Technische Daten (eigene Messungen)
Farbe Mattschwarz, Oberfläche anodisiert und mit Polyurethane versiegelt
Gewicht: 196 Gramm
Rollendurchmesser: Vorderseite 99 mm, Rückseite 97 mm
Rollenbreite (ohne/mit Kurbel/Bremsrad): 46 (75) mm, Spuleninnenbreite: 32 mm
max. Spulentiefe (nutzbar): 20 (15) mm
Schnuraufnahme bei einer ganzen Umdrehung mit leerer Spule: 19,2 cm
Schnurfassung: WF7F + um 100 Meter 20lbs-Backing
Lieferumfang: Karton, Neopren-Rollentasche. 
Garantie: Guideline Express Garantie für den Erstbesitzer zum geringen Selbstkostenanteil: Ist ein Teil defekt, egal aus welchem Grund, ist der Händler verpflichtet, sofort das
passende Teil mitzugeben (sofern er die passende Rolle auf Lager hat). Wenn nicht, garantiert Guideline innerhalb von 5 Werktagen, das passende Teil zu liefern. Ein vorbildlicher Service, der nach unseren Informationen in der Praxis tadellos funktioniert. 
Preise: Rolle: 129 €, E-Spule: 99 €, (bei ADH Rolle 119 €, E-Spule 69 €, Adresse siehe unten).
Beschreibung und Praxistest:
Großkern-Fliegenrolle in moderner Optik, aus maschinell "überdrehten" und bearbeitetem Aluminium-Druckguss. Die Oberfläche ist Mattschwarz anodisiert und mit einer schützenden Polyurethane Deckschicht versehen. Laut Hersteller (aber von uns (noch) nicht geprüft) ist die Rolle für den Einsatz im Salzwasser geeignet. Die breite Spule läuft im geschlossenen Rollenkäfig (die beste Lösung für eine sichere Schnurführung). Die gehäuseseitige Platzausnutzung ist gut, aber nicht maximal ausgereizt. Der Spulenkern ist bis auf ein "X" offen, der Spulenboden wurde zur optimalen Belüftung durchgehend langgelocht, die Spulen-Vorder- und Rückseite besitzt jeweils einen durchgehenden Lochkranz. Am Gehäuse befindet sich vier Stege: hinten ein breiter Steg für den 2-fach von Außen angeschraubten Rollenfuß, oben und unten je ein schmaler Steg und vorne mittig ein Steg für die Schnurführung. Auf der Spulenvorderseite sitzt eine zur Rollengröße passend große Kurbel aus Kunststoff, ihr gegenüber sorgt ein Kontergewicht für einen tadellos ruhigen Spulenlauf. Scharfe Ecken und Kanten sucht man bei der Reelmaster LA vergeblich, ebenso gibt es kein störendes Spiel und kein nennenswertes Kippeln der Spule auf der Achse.
Die Spule lässt sich leicht wechseln, indem die Front-Schraube zu drei Vierteln herausgeschraubt wird (ein vollständiges Herausschrauben ist nicht erforderlich). Anschließend kann die Spule abgezogen und wieder eingesetzt werden. Ein Umbau von Links- auf Rechtshandbetrieb und umgekehrt ist möglich - eine Beschreibung dazu war unserer Testrolle nicht beigefügt - bitte lassen Sie einen solchen Umbau bei Bedarf von Ihrem Fachhändler erledigen.
Im Betrieb lässt die Reelmaster LA beim Schnurabzug ein weiches, dezentes Schnurren hören, beim Einkurbeln arbeitet die Rolle geräuschlos und widerstandsfrei. Der Rundlauf ist absolut abweichungsfrei, sauber und perfekt ausbalanciert. Auch bei hohen Drehzahlen tritt keine Unwucht auf. Die ganze Rolle wurde sorgfältig und präzise gearbeitet.
Als Bremse kommt in der Reelmaster LA das bereits in der Quadra bewährte Bremssystem zum Einsatz. Die starke Bremse, basierend auf Edelstahl- und Carbontex-Scheiben verrichtet einen erstklassigen Job und ist ausgelegt für harte Dauerbelastungen. Das System ist zylindrisch im Mittelachssystem des Rollengehäuses untergebracht, es läuft völlig ruckfrei an und lässt sich mit dem gut bedienbaren und von 1 bis 6 nummerierten Bremseinstellrad (28 mm Durchmesser) in 80 (!) Klicks sehr fein von „Freilauf“ bis „sehr stark“ regulieren. Alle für's (normale) praktische Fischen wesentlichen Einstellungen liegen hierbei (wie üblich) innerhalb von nur einer kompletten Umdrehung des Bremseinstellrades. Unser neuer Testwert (maximales Abzugsgewicht in Kilogramm bei vollständig geschlossener Bremse und bei gefüllter Spule) ergibt einen Wert von 1,6 kg. Das ist im Vergleich nicht besonders viel, reicht aber sicher aus, um auch die kapitalste Meerforelle zu bezwingen. Beim Verstärken der Bremseinstellungen von Minimum bis Maximum wird das Einstellrad bis zu 1 mm ins Gehäuse versenkt, die Ansatzfläche für die Finger entsprechend von 5 auf 4 mm verkleinert. Schwächen des Bremssystems waren weder im nassen Zustand, noch bei unseren harten Belastungstests festzustellen. Eine Zuhilfenahme der Hand beim Bremsen ist durch den überlappenden Spulenrand technisch möglich, jedoch eigentlich unnötig.
Optisch, sowie von Gewicht und Größe her passt unser Testmodell Reelmaster LA 68 am besten zu # 7er und # 8er Fliegenruten. Das Fassungsvermögen ist mit einer 7er oder 8er WF-Schnur und jeweils um 100 Meter 20lb-Backing gut und kann sich für eine echte Großkern-Fliegenrolle sehen lassen. Hier wird durch die breite Spule viel an Kapazität gewonnen.
Fazit
Das Fazit haben wir ganz oben wieder einmal vorweg genommen und können es an dieser Stelle nur noch einmal bekräftigen! Bei der Reelmaster LA passt einfach alles - auch und vor allem der Preis. Eine klare Empfehlung!
Bezug
Im Fachhandel, z.B. bei ADH-Fishing, Peine
Hersteller-Website: guidelineflyfish.com
Dieser (Link) führt direkt zum Produkt des Händlers.

Testbericht ©: www.fliegenfischer-forum.de | Fotos ©:  Michael Müller
Das Kopieren und Verbreiten von Text- und Bildmaterial aus diesem Bericht ist verboten.

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