Gerätebesprechung - Zubehör:
"LOOP-Vorfachdispenser" Bericht von Helge Schmidt

Der von Loop hergestellte Vorfachdispenser nimmt vier Schnurstärken auf. Dazu können drei Fertigvorfächer um den Spulenkern gewickelt werden und im hohlen Spulenkern können Kleinteile wie Bissanzeiger, Schlaufenverbindungen etc. aufbewahrt werden. 
Der Dispenser ist aus bruchfestem Plastik und daher sehr leicht.

Der Dispenser funktioniert auf dem Rotationsprinzip; d.h. die Spulen laufen jeweils rechts oder links um den Spulenkern. Die Tippets werden beim Abziehen durch kleine Öffnungen in einem Gummistück gezogen und dadurch gleichzeitig geglättet. Dieses funktioniert tadellos. 
Der durchsichtige Rahmen lässt einen auf einen Blick erkennen, wann das Vorfachmaterial zu Ende geht.

Der Ärger bei dem Dispenser fängt beim Auffüllen der Spulen an, da man ihn dazu auseinander nehmen muss. Rutscht beim Einlegen der gefüllten Spulen in den Dispenser Schnur ab, führt dieses zu Verhedderungen.


Zum verhedderungsfreien Einlegen der Vorfachspulen habe ich beim ersten Mal eine halbe Stunde gebraucht! Richtig ärgerlich wird es, wenn diese Verhedderungen am Wasser passieren. Durch die sehr kleinen Öffnungen im Gummistück wird das Tippetmaterial mit einer mitgelieferten Nadel geführt. Das Nadelöhr ist so spitz, dass man aufpassen muss, sich nicht böse zu verletzen.
Leider kann man den Dispenser nicht an der Weste oder an der Kleidung befestigen. Fällt er ins Wasser, schwimmt er; in schnellfließendem Wasser auch auf Nimmerwiedersehen.
Andere Testpersonen haben den Dispenser vor Wut in tausend Teile getreten oder in hohen Bogen in den Fluß geworfen....
Fazit:
Der Dispenser ist nicht empfehlenswert. Ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnisses für ein wenig Plastik (Kostenpunkt ca. 16 EUR) ist nicht vorhanden. 

Von einer Nobelfirma wie Loop dürfte man wohl funktionelleres Zubehör erwarten.

Bezug: Im Fliegenfischerhandel.


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