Gerätebesprechung - Fliegenrollen:
EXORI "X-Fly Large Arbor" #9
Um das EXORI Lachsfliegen- Ruten- und Rollenprogramm im unteren Preislevel zu komplettieren, gibt es seit diesem Jahr (2003) die neue, leichte Großkern- Lachsrolle "X-Fly Large Arbor". Bislang ist nur eine Größe verfügbar. 
Technische Daten, nähere Betrachtung und Praxistest
Robuste Großkernfliegenrolle aus Graphite, Farbe schwarz. Gewicht: 250 Gramm, Spulentiefe: 15 mm, Spuleninnenbreite: 35 mm, Rollenbreite (ohne Kurbel): 54 mm, (mit Kurbel): 87 mm, Rollendurchmesser (ohne Rollenfuß): 100 mm. Schnurfassungsvermögen lt. Katalog: DT 10 F + 80m Backing, bzw. WF 10 F + 100m. Der empfohlene Preis lt. Katalog 2003 beträgt 85,--EUR.
Die Vorderseite der Spule ist gelocht, der Spulenkern mit Langlöchern versehen. An der Spulenaussenseite sitzt eine sehr griffige, 28mm lange Holzkurbel, ihr gegenüber ein Kontergewicht. Die Kurbel hat mit ca. 0,6mm Spiel auf der Achse genug Platz, um nicht zu blockieren, falls sie durch Nässe- Dauereinsatz aufquellen sollte.
Das geschlossene Rollengehäuse mit vier seitlichen Öffnungen ist massiv, ohne weitere Lochung. Vorne sitzen für Rechts- und Linkshandbetrieb geeignete Schnurführungen aus Metall. Durch diese Bauweise und geringe Abstände kann keine Vorfachschnur unbeabsichtigt zwischen Spule und Gehäuse gelangen. Schöner fänden unsere Tester es jedoch einstimmig, wenn auf den vorderen Rollensteg verzichtet würde. Der Umbau von Links- auf Rechtshandbetrieb ist problemlos möglich.
Die Spule läuft mehrfach kugelgelagert auf einer relativ dünnen Edelstahlachse.
Es gibt kein störendes Spiel und der Rundlauf ist ausgezeichnet. Beim Schnur-Abziehen klickert die Rolle dezent, beim Einkurbeln läuft sie völlig geräusch- und widerstandsfrei.
Scharfe Ecken und Kanten such man an der X-Fly vergeblich, alles wurde ordentlich abgerundet.
Die Bremse wirkt als Scheibenbremse (Kork-/Kunststoff) und lässt sich über ein vorn in der Rollenfront sitzendes Bremsrad gut und fein regulieren.
Einfach handhabt sich auch der Spulenwechsel. Bremsrad ganz abschrauben, Spule einfach abziehen (Vorsicht: Kleinteile! Die Lager und Abdeckringe der Spule können herausfallen und verloren gehen...). 
Mit einer für die Lachsfischerei recht knappen Schnurkapazität und nur einer verfügbaren Größe wird die X-Fly den mit höheren Schnurklassen und viel Backing fischenden Lachsangleransprüchen nicht vollends gerecht. Hier sollte zukünftig noch mindestes ein größeres Modell verfügbar sein.
Fazit
Ein voll funktioneller Einstieg in die "Lachsklasse", dazu ein absoluter Preistipp. Hier sollten in en nächsten Jahren unbedingt weitere Modelle (Größen) folgen...
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Bezug:
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Testbericht: www.fliegenfischer-forum.de
Fotos: (C) Michael Müller
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